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Im Rahmen der Ausbildungsarbeit bei der Feuerwehrjugend Mittersill versuchte
der Leiter der Jugendgruppe, Stefan Scharler, mit seinem Team am ersten
Septemberwochenende die Ausbildung mit Action, Spaß und Leidenschaft zu
verbinden: ein "24-Stunden-Feuerwehrtag" wurde erstmals bei der Mittersiller
Feuerwehrjugend abgehalten. Dieser Tag soll durch Abenteuer das Wissen rund
um die Aufgaben in einer Feuerwehr erweitern und die Zusammenarbeit der
einzelnen Jugendlichen als Team fördern.
Am Samstag, 4.9, begann der 24h-Dienst bei der Feuerwehrjugend Mittersill
für die Nachwuchshelfer mit dem Errichten des Bettenlagers im Schulungsraum.
Dieser Raum wird übrigens auch von der Aktivmannschaft der Feuerwehr bei
längeren Einsätzen - so zB bei der Hochwasserkatastrophe 2005 - als Ruhe-
und Schlafraum genützt.
Nach dem Errichten des Bettenlagers wurden die Burschen und Mädchen bereits
zu ihrem ersten "Einsatz" alarmiert. Die Einsatzmeldung, welche auch für die
Jugendmitglieder wie bei der Aktivmannschaft über den Alarmpiepser kam,
lautete: "Brand im Bereich des Bahnhofes Mittersill". Die Jugendlichen
rückten mit den Feuerwehrfahrzeugen aus und fanden vor Ort einen
Flächenbrand vor. Ausbildner der Aktivmannschaft standen bereit, um den
Helfern von morgen den Umgang mit einem Feuerlöscher zu zeigen, oder aber
auch die verheerenden Folgen eines Fettbrandes, welchen man mit Wasser zu
löschen versucht. Natürlich konnten die Mitglieder der Jugend selbst den
Feuerlöscher testen und die Flammen löschen.
Nach diesem ersten Einsatz stand das Abendessen bevor. Fred Scharler und
sein Küchenteam bereiteten für die Mannschaft "Pinzgauer Kasnocken" zu.
Erschöpft und hungrig genossen die Mädchen und Burschen das Beisammen sein
am Abend und die köstliche Speise.
Nicht allzu lange dauerte es, bis der Piepser erneut einen Alarm meldete -
Verkehrsunfall im Felbertal. Erneut rückten die Jugendlichen mit ihren
Betreuern aus und fanden im Felbertal ein verunfalltes Fahrzeug vor. Die
Schulung leitete Ortsfeuerwehrkommandant Georg Scharler, welche den
Jugendlichen den Umgang mit dem hydraulischen Rettungsgerät zeigte.
Natürlich konnten auch hier die Burschen und Mädchen wieder selbst die
Arbeitsgeräte testen und lernten viel über die Erstmaßnahmen nach einem
Verkehrsunfall.
Zurück im Feuerwehrhaus wurde der Schlafraum bezogen und ein gemütlicher
Kinoabend im Matratzenlager folgte. Doch nicht allzu lange dauerte die Ruhe
an, die Mitglieder der Feuerwehrjugend wurden um kurz vor Mitternacht zu
einer Suchaktion am Sonnberg alarmiert. Zwei vermisste Personen mussten
gesucht werden. Mittels Taschenlampen und weiteren Gerätschaften konnten die
Jugendlichen eine Suchaktion durchführen. Nach dem erfolgreichen Abschluss
der Personensuche vielen alle in die Betten und genossen die Abendruhe.
Für einen Feuerwehrmann/eine Feuerwehrfrau immer wieder pulssteigernd ist
das Ertönen des Alarmpiepsers mitten in der Nacht. So wurden auch die
Jugendlichen und ihre Betreuer um 5 Uhr früh von einem "Alarm" aus dem
Schlaf gerissen - im Felbertal brannte ein PKW, so lautete die Durchsage
beim Piepser. Halb im Schlaf, jedoch total begeistert rückten sie mit den
Einsatzfahrzeugen aus. Vor Ort hatten Feuerwehrmänner der Aktivmannschaft
einen Fahrzeugbrand vorbereitet, mittels umfangreichen Löschangriff konnten
die kleinen Helfer den Brand rasch löschen - und anschließend nun endgültig
schlafen.
Am Vormittag wurde im Bereitschaftsraum der Feuerwehr Mittersill gemeinsam
gefrühstückt und sich nach der anstrengenden Nacht gestärkt. Ein letztes Mal
ertönte der Piepser und vermeldete einen Brandalarm im Nationalparkzentrum.
die Jugendlichen rückten erneut einmal aus, jedoch handelte es sich - wie es
für die Aktivmannschaft des Öfteren vorkommt - um einen Fehlalarm.
Den Abschluss des 24-Stunden Tages der Feuerwehrjugend Mittersill bildete
ein Vortrag von Stefan Scharler für die Jugendlichen und ihre Eltern, worin
er über die Tätigkeiten in der Feuerwehrjugend informierte. Zum Abschluss
wurden die Eltern, Jugendlichen und Helfer zu einem Griller eingeladen.
So eine große Veranstaltung kann nicht ohne viele Helfer funktionieren.
Allen voran gebührt Stefan Scharler und seinem Jugendbetreuer-Team der Dank
für die Austragung dieses "Einsatztages". Auch Alfred Scharler und Andreas
Holzer mit Küchenteam gebührt ein Dank für die Verpflegung der Teilnehmer.
Ebenfalls mitgeholfen hat das Ortsfeuerwehrkommando sowie Helfer aus der
Aktivmannschaft. Ein herzliches Dankeschön auch dem Autohaus Obrist für den
Transport der Unfallautos! Und nicht zuletzt den Jugendlichen für ihre
Disziplin und ihren Eltern für das Verständnis und die Unterstützung der
Feuerwehrarbeit.
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