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Feuerwehrjugend
11. und 12. September 2026

24-Stunden-Tag

Am letzten Ferienwochenende fand wieder der traditionelle 24-Stunden-Tag der Feuerwehrjugend Mittersill statt. Dabei hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, wie die Aktivmannschaft zu realistisch vorbereiteten Übungen auszurücken und zu erleben, wie es ist, wenn plötzlich ein Alarm eingeht.

Um den Ablauf möglichst realistisch zu gestalten, übernahm bei jeder Übung eines der Jugendmitglieder die Rolle des Einsatzleiters und koordinierte die Aufgaben der eingesetzten Mannschaften. Erstmals wurde heuer auch die Funkzentrale von einem Jugendmitglied besetzt. Die Funkzentrale ist bei Einsätzen eine wichtige Verbindung zu den ausgerückten Fahrzeugen, nimmt Meldungen entgegen und unterstützt die Einsatzleitung vor Ort.

Der 24-Stunden-Tag startete am Freitag um 14:00 Uhr mit einer Besprechung, dem Erklären der wichtigsten Regeln und dem Einrichten der Schlafräume. Bereits kurze Zeit später erfolgte die erste Alarmierung: „Schachtbergung – zwei Personen abgestürzt“. Bei Bauarbeiten waren zwei Personen in einen Schacht gestürzt. Die Jugendlichen sicherten zunächst die Einsatzstelle und richteten eine Verkehrsabsicherung ein. Anschließend wurde ein Zugang zu den beiden Personen geschaffen. Mithilfe einer Geländetrage konnten diese schließlich aus dem Schacht gerettet und die Übung erfolgreich beendet werden.

Nach dem Aufräumen ging es zum gemeinsamen Eisessen beim Pletzer. Doch schon um 17:00 Uhr folgte der nächste Alarm: „Brand einer Garage beim Dietsteinhof – mehrere Personen vermisst“. Ein Atemschutztrupp wurde zur Menschenrettung und Brandbekämpfung im Inneren eingesetzt. Gleichzeitig führten die Jugendlichen mit mehreren C-Rohren einen Außenangriff durch. Die Drehleiter kam zunächst zum Schutz des angrenzenden Gebäudes und in weiterer Folge zur Personenrettung zum Einsatz. Nach Abschluss der Übung wurden die Jugendlichen im Hochmoorstüberl mit einem gemeinsamen Abendessen versorgt.

Um 21:00 Uhr stand eine Feuerlöscherschulung mit der Firma SiBP auf dem Programm. Dabei wurden verschiedene Brandszenarien vorgeführt und das richtige Verhalten im Brandfall erklärt. Besonders eindrucksvoll waren die Vorführungen einer Fettexplosion sowie der Explosion einer kleinen Gaskartusche. Anschließend konnten die Mitglieder der Feuerwehrjugend selbst den richtigen Umgang mit einem Feuerlöscher üben und unterschiedliche Brände am Löschtrainer bekämpfen.

Um 23:00 Uhr wurde die Nachtruhe durch einen Brandmelde-Alarm in einer Schule unterbrochen. Ein Atemschutztrupp ging zur Erkundung in das Gebäude vor. Der Kleinbrand war bereits gelöscht, jedoch mussten noch zwei Personen gerettet werden. Eine Person wurde über die Drehleiter ins Freie gebracht, die zweite konnte durch das Stiegenhaus gerettet werden. Nach der Kontrolle des Gebäudes wurde die Brandmeldeanlage zurückgestellt und die Jugendlichen rückten wieder ins Feuerwehrhaus ein.

Nach einer ruhigen Nacht begann der Samstag um 07:00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück im Seminarzentrum Felbertal. Gegen 09:00 Uhr folgte die nächste Alarmierung: „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person – Fahrzeug abgestürzt“. Beim Eintreffen bestätigte sich die gemeldete Lage. Das Fahrzeug wurde zunächst mit der Seilwinde gegen ein weiteres Abstürzen gesichert. Gleichzeitig errichteten die Jugendlichen eine Verkehrsabsicherung und stellten den Brandschutz sicher. Mithilfe von Steckleitern wurde ein sicherer Zu- und Abgang zum Unfallfahrzeug geschaffen. Anschließend konnte die eingeklemmte Person mit dem hydraulischen Rettungsgerät befreit werden. Die Bergung des Unfallfahrzeugs erfolgte abschließend mithilfe eines Lkw mit Kran der Firma Bruno Berger.

Um 11:00 Uhr ertönte schließlich der letzte Alarm des 24-Stunden-Tages: „Fahrzeugbrand“. Auf dem Übungsplatz der Feuerwehr Mittersill stand beim Eintreffen ein Fahrzeug in Vollbrand. Vor Ort wartete außerdem eine Überraschung auf die Jugendlichen: Ihre Eltern waren als Zuschauer eingeladen und konnten sich selbst ein Bild von der Arbeit der Feuerwehrjugend machen. Der Brand wurde mit zwei C-Rohren bekämpft. Anschließend kontrollierten die Jugendlichen das Fahrzeug mit der Wärmebildkamera und führten die notwendigen Nachlöscharbeiten durch.

Nach einer gemeinsamen Übungsbesprechung klang der 24-Stunden-Tag bei einer Grillerei mit den Eltern im Feuerwehrhaus gemütlich aus.

Ein herzliches Dankeschön gilt folgenden Firmen und Betrieben, die zum Gelingen dieses spannenden Tages beigetragen haben:

  • Firma Rumpold
  • Pletzer
  • Dietsteinhof
  • Firma SiBP
  • Hochmoorstüberl
  • Seminarzentrum Felbertal
  • Firma Bruno Berger

Ebenso bedanken wir uns beim Jugendbetreuerteam, bei der Aktivmannschaft, bei allen Helferinnen und Helfern sowie bei den Eltern für ihre Unterstützung. Vor allem aber gilt der Dank den Jugendlichen selbst für ihren großartigen Einsatz, ihre Disziplin und ihre Begeisterung für die Feuerwehrarbeit.